Eine Eigentumswohnung ist eine einzelne, abgeschlossene Wohneinheit innerhalb eines größeren Gebäudes, in der Regel eines Mehrparteienhauses. Mit dem Kauf werden Sie rechtlich gesehen Eigentümer dieser konkreten Wohnung – also aller Räume innerhalb der eigenen vier Wände, wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche oder Bad.
Gleichzeitig erwerben Sie gemeinsam mit den anderen Wohnungseigentümern einen Anteil an den sogenannten allgemeinen Teilen der Liegenschaft. Dazu zählen zum Beispiel das Stiegenhaus, der Aufzug, das Dach, die Fassade oder der Garten. Auch eine gemeinsame Tiefgarage, Müllräume oder Fahrradabstellplätze fallen darunter. Diese Flächen und Einrichtungen werden gemeinschaftlich genutzt und gepflegt.
Die Verwaltung der gesamten Wohnanlage – also sowohl Ihrer Wohnung als auch der allgemeinen Bereiche – übernimmt meist eine professionelle Hausverwaltung. Diese kümmert sich um Wartung, Instandhaltung, Reinigung und um die jährliche Betriebskostenabrechnung.
Was ist der Unterschied zwischen einer Eigentumswohnung und einer Vorsorgewohnung?
Wenn Sie überlegen, eine Wohnung zu kaufen, stellt sich oft die Frage: Möchten Sie selbst darin wohnen oder soll die Immobilie vermietet werden? Je nachdem, wie Ihre Pläne aussehen, spricht man entweder von einer klassischen Eigentumswohnung oder von einer Vorsorgewohnung. Der Unterschied liegt vor allem in der Nutzung und den finanziellen Überlegungen.
Eine Eigentumswohnung ist in der Regel für den Eigenbedarf gedacht. Vielleicht möchten Sie sich Ihren persönlichen Wohntraum erfüllen oder einem Familienmitglied ein Zuhause schaffen. Die emotionale Komponente spielt hier oft eine große Rolle – es geht um Lebensqualität, Gestaltungsmöglichkeiten und das gute Gefühl, etwas Eigenes zu besitzen.
Anders sieht es bei der Vorsorgewohnung aus. Diese wird von Anfang an als Anlageobjekt gekauft, mit dem Ziel, sie zu vermieten. Sie dient also vor allem dazu, regelmäßige Mieteinnahmen zu erzielen und sich langfristig eine zusätzliche Einkommensquelle – etwa für die Pension – aufzubauen. Besonders attraktiv ist dabei, dass viele der laufenden Kosten, etwa für Zinsen, Verwaltung oder Instandhaltung, steuerlich absetzbar sind. Das macht die Vorsorgewohnung für Menschen interessant, die ihr Geld sinnvoll investieren und gleichzeitig für später vorsorgen möchten.
Natürlich schließen sich beide Möglichkeiten nicht aus: Manche Eigentümer nutzen ihre Wohnung zunächst selbst und vermieten sie später, andere starten mit einer Vorsorgewohnung und ziehen vielleicht irgendwann selbst ein. Wichtig ist nur, dass Sie sich vor dem Kauf darüber klar werden, welche Ziele Sie mit Ihrer Immobilie verfolgen. Denn davon hängen viele weitere Entscheidungen ab – von der Lage über die Ausstattung bis hin zur Finanzierung.